Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung handelt es sich bei der privaten Krankenversicherung um Unternehmen, die meistens eine Gewinnerzielungsabsicht haben und privatrechtlich organisiert sind. 2008 waren 10.8% der deutschen Bevölkerung in einer privaten Krankenkasse versichert.
Die private Krankenversicherung beinhaltet drei verschiedene Versicherungsarten. So werden eine Vollversicherung, eine Teilversicherung und eine Zusatzversicherung angeboten. Um eine private Krankenversicherung wählen zu können, muss entweder eine Selbstständigkeit bzw. freiberufliche Tätigkeit, hauptberuflich ausgeübt werden, der Beamtenstatus bestehen oder die Versicherungspflichtgrenze von monatlich 4.125 Euro für Angestellte überschritten werden. Die privaten Versicherer haben unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen für einen Versicherungsstatus. Ob eine Person versichert werden kann, hängt u. a. von Alter , Geschlecht, Gesundheitszustand, Beruf und Einkommen ab. Eine private Krankenversicherung hat nicht die Verpflichtung eine Person aufzunehmen. Nach derzeitigem Stand ist die Rückkehr in eine gesetzliche Kasse nur dann möglich, wenn dort die Versicherungspflicht wieder einsetzt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn man seine Selbstständigkeit aufgibt, um in ein Arbeitsverhältnis zu gehen.
Den größten Marktanteil im Bereich Private Krankenversicherung hat die Debeka. Diese hat rund 20% aller privat Versicherten unter Vertrag. Einen ebenfalls großen Marktanteil haben die Unternehmen DKV und Allianz. Gut eine halbe Million Menschen sind über die Signal Iduna abgesichert. Zu den Top 10 im Segment der privaten Krankenversicherung gehören außerdem die DBV, die Central, die Bayrische Beamtenkasse, die Continentale, die HUK Coburg und die Barmenia. Geht man nach Beitragseinnahmen, anstatt nach Gesamtversicherten, rutschen die AXA und die Hallesche in den Top 10 Bereich. Die meisten dieser Anbieter haben Tarife im Angebot, die erheblich günstiger sein können, als die Beiträge zu einer gesetzlichen Absicherung, falls die entsprechenden Gesundheitstests positiv verlaufen und man keine Vorerkrankung hat. Eine beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern ist nicht möglich.
Unter gewissen Umständen lohnt sich der Beitritt in eine private Krankenversicherung, allerdings ist der Zutritt nicht jedem Bürger gestattet. Wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt werden, sollte ein Wechsel durchaus in Betracht gezogen werden.


